Rezension: Gläsernes Schwert – Victoria Aveyard

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Titel: Gläsernes Schwert (Band 2)
Autorin: Victoria Aveyard
Erscheinungsjahr: 2016
Seitenzahl: 570
Verlag: Carlsen
Preis: 21,99 €

Klappentext

Eine Diebin, eine Prinzessin, eine Rebellin auf der Flucht – innerhalb weniger Wochen hat sich Mares Leben komplett gewandelt. Denn sie ist anders:
Trotz ihres „gewöhnlichen“ roten Blutes besitzt sie übernatürliche Silber-Kräfte. Sie ist die Blitzwerferin. Und nur darauf kann sie sich verlassen, das hat sie ihre Zeit am Hof schmerzlich gelehrt.

In einer Welt in Aufruhr, wo Freunde zu Verrätern werden und Liebe sich in Hass verwandelt, kennt Mare nur noch ein Ziel: die zu finden, die so sind wie sie, rot und silbern. Denn sie können alles verändern. Das weiß auch der neue Silber-König, ihr einstiger Vertrauter, und eröffnet die Jagt. Aber schnell wird klar, dass er nur eins will – und zwar um jeden Preis: Mare.

Handlung (Achtung, Spolier!)

Nachdem Mare und Cal den Kampf in der Knochenarena gewinnen, fliehen sie mit der Scharlachroten Garde. Hier findet Mare ihren großen Bruder Schade wieder, von dem sie geglaubt hat, er wäre tot. Zusammen mit den anderen fährt sie zu einer abgelegenen Insel und hofft dort, Zuflucht zu finden. Doch Fehlanzeige. Zwar hat sie dadurch endlich wieder ihre Familie gesehen, aber der Oberst dieses Lagers verfolgt Ziele, die Mares Plan komplett umstülpen: Nämlich die Suche nach den Neublütern, Menschen die so sind wie sie, nämlich sowohl rot, als auch silbern.
Nach einer erneuten Flucht von der Insel begebt sich Mare mit ihren Freunden in einer Höhle. Jetzt geht die Suche nach den Neublütern los, um sie zu trainieren und für den bevorstehenden Kampf aufzurüsten. Doch auch der König, ihr Erzfeind Maven, ist auf der Suche nach ihnen – doch um sie zu vernichten. Mare und ihre Freunde versuchen, so viele Neublüter, wie möglich zu finden, bevor Maven sie alle umbringt, doch dies gelingt ihnen nicht immer. Als sie dann auch noch einen Hellseher finden, der ihnen prophezeit, dass sie alle in vier Tagen sterben werden, ist für sie eines klar: Sie müssen in das Gefängnis Corros stürmen und alle Insassen retten, bevor es zu spät ist. Doch das bringt Folgen mit sich, die Mare sich nie gewünscht hätte.

Meinung

Cover: Das Cover ist in verschiedenen Blautönen gehalten. Im Hintergrund ist ein Mädchen mit dem Blick nach unten abgebildet. Oberhalb des Schriftzuges – vor zersplittertem Glas – ist ein Schwert zu sehen. Rein äußerlich kann ich keine Verbindung zur Geschichte erkennen, aber beim Lesen dieses Buches dann doch: Mare bezeichnet sich selbst aufgrund ihrer Erlebnisse als ein gläsernes Schwert, was ich durchaus nachvollziehen kann.
Optisch finde ich es auch sehr schön, da die verschiedenen Blautöne leicht schimmern. Und neben dem ersten Band, der in Rot und Weiß gehalten ist, macht es auch einen schönen Effekt.

Schreibstil: Der Schreibstil ist genauso, wie im ersten Band: packend, mitreißend und spannend. Ich habe selten so einen tollen Schreibstil gelesen, der dafür sorgt, dass man so in die Geschichte hineingezogen wird, dass man einfach nicht wieder rauskommen möchte. So ging es mir beim Lesen dieses Buches. Die Autorin schafft es, dass auch, Szenen, die nicht so spannend sind, spannend zu halten und so dafür zu sorgen, dass der Leser das Buch nicht aus der Hand legen will.

Inhalt: Tja, was soll ich sagen? Das Buch ist einfach toll. Zwar nicht so perfekt, wie der erste Bad, aber dennoch sehr gut. An dieser Stelle sind mir zwei Punkte aufgefallen, die ich hier ansprechen möchte.

Zum einen gefiel mir in diesem Band Mares Entwicklung nicht. Von Zeit zu Zeit bemitleidete sie sich viel zu oft, aber zeitgleich sah sie sich als besonders tough und erwartete von sich, immer alles unter Kontrolle haben zu müssen. Auf Dauer wurde es daher für mich anstrengend, sie wirklich sympathisch zu finden.

Zum anderen wurde für mich der Mittelteil in dem Buch zu lang. Die Suche nach den Neublütern wurde etwas in die Länge gezogen. Zwar wurde aufgrund des tollen Schreibstils die Spannung dadurch nicht verringert, aber es täte dem Buch dennoch gut, wenn es um ca. 50 Seiten verkürzt würde.

Nichtsdestotrotz ist es eine absolut herausragende Geschichte, die auf jeden Fall lesenswert ist. Nicht nur die tolle Handlung, auch die Charaktere sind so gut gestaltet, dass die Geschehnisse sehr real erscheinen. Die Erfahrung, die Mare im ersten Band gemacht hat, nämlich die des Verrats, verleitet dem Leser dazu, dass er ständig misstrauisch vor neuen Charakteren und deren Zielen ist. Diese Ungewissheit gibt dem Buch den entsprechenden Kick und ich für mich kann nur eins sagen: Ich bin begeistert.

Fazit

Ein sehr guter zweiter Band einer Trilogie, der jedoch aufgrund von ein paar Kritikpunkten nicht an den ersten heranreicht. Trotzdem eine absolut fantastische Fortsetzung, die nicht nur wegen des Cliffhangers am Ende gleich Lust auf den dritten und letzten Band macht. Ich kann es kaum erwarten, den finalen Band zu lesen und zu erfahren, wie die Geschichte um Mare, Cal und die anderen nun ausgeht. Von mir bekommt dieser Band 4,5/5 🌟. Schaut es euch unbedingt an!!!

Hier könnt ihr euch das Buch näher ansehen: Gläsernes Schwert

Ich hoffe, dass euch meine Rezension gefallen hat und wünsche euch viel Spaß beim Lesen eurer Bücher 😊

Instagram: buchwelt_23

„Wenn es das ist, was du willst, sorge ich dafür, dass es so bleibt“, sage ich. In Wahrheit habe ich keine Ahnung, was Cal gerade will. Außer Rache. Der einen Sache, die uns immer noch eint. S. 66

 

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