Rezension: Die Sturmkönige, Glutsand (Band 3) – Kai Meyer

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Titel: Die Sturmkönige – Glutsand (Band 3)
Autor: Kai Meyer
Erscheinungsjahr: 2009
Seitenzahl: 476
Verlag: Lübbe
Preis: 10,00 € (Taschenbuch)

Klappentext

Ich sehe eine Welt ohne Zauber. Eine Welt ohne euch, ohne das Leben, das ihr lebt. Seht, wie ich sehe, und versteht, was ich tun muss.

Skarabapur – eine verlorene Ruinenstadt, von der nur noch Legenden künden. Viele haben sie gesucht, fast alle sind gescheitert. Doch ausgerechnet hier liegt der Schlüssel zur Rettung der Welt: Hier bündeln die Dschinne die Macht, aller unerfüllten Wünsche und formen sie zu einer mächtigen Waffe.
Tarik und Sabatea müssen Skarabapur rechtszeitig erreichen, um die Gewalten des dritten Wunsches aufzuhalten. An ihrer Seite: der Zauberer Khalis und seine leblose Tochter im Honigschrein; die Geschwister Nachgesicht und Ifranji auf der Suche nach einem besseren Leben; der Byzantiner Almarik, Jäger von Wüstengeistern, und das geheimnisvolle Elfenbeinpferd, ein Geschöpf aus purer Magie, das ihnen allen den Weg nach Skarabapur weisen soll.
Während Tariks Bruder Junis an der Seite der Verteidiger in die Schlacht um Bagdad zieht, rasen die Gefährten auf ihren fliegenden Teppichen nach Süden. Es ist ein Wettlauf gegen einen unbekannten Feind – eine neue Macht, die in den Krieg zwischen Menschen und Dschinnen eingreift und das Ende allen Lebens plant.

Inhalt (Achtung, Spoiler)

Tarik, Sabatea und ihre Freunde machen sich auf, um die Ruinenstadt Skarapabur zu erreichen. Diese liegt tief in der Wüste und ist kaum zu erreichen. Auf ihrem Weg dorthin begegnet die Gruppe Gefahren. Sie muss gegen unbekannte Gegner kämpfen und auch untereinander müssen die Wogen geglättet werden. Doch nachdem Tarik von dem Nabennarr besessen ist, wird schnell klar, dass die Truppe so schnell wie möglich Skarabapur erreichen muss. Ansonsten werden sie die Dschinne auf ihrem Feldzug gegen die Menschen nicht mehr aufhalten können.

Unterdessen ist Junis, der jüngere Bruder von Tariq hinter den Dschinnen her, die Bagdad angreifen wollen. Das Versprechen von Maryam, Jibril aus den Klauen der Dshinne zu retten, beherrscht ihn. Doch so, wie er sich die Rettung erhofft hatte, passiert es nicht, stattdessen befindet er sich im Zentrum der Dschinne wieder. Hier werden nicht nur menschliche Sklaven gehalten, auch trifft er auf ein Mädchen, das ihm nicht nur die Richtung weist, sondern auch an die Dschinne verrät…

Meinung

Schreibstil: Der Schreibstil ist wie in den beiden Bänden davor. Er ist nicht allzu detailgetreu, doch sehr spannend gehalten.

Cover: Auch das Cover unterscheidet sich kaum von den der ersten beiden Bänden. Es zeigt eine Stadt mit Türmen und Minaretten und in weiter Ferne einige Teppichreiter. Der dritte Band ist in Gelb/Gold gehalten und ich finde die Aufmachung sehr schön.

Inhalt: Kommen wir zum Inhalt. Ich muss sagen, dass mich dieses Buch von Anfang bis Ende gefesselt hat. Die Handlung, die Charaktere, das Ende – alles hat gepasst und war schlüssig. Aber ich fange mal mit den Charakteren an.
Die Entwicklung von denen war in diesem Band deutlich erkennbar. Aufgrund der Situationen, die sie – teilweise zusammen, aber auch alleine – durchstehen mussten, haben sie sowohl zusammengeschweißt, als auch neue Probleme entfacht. Die verschiedenen Konflikte gerade innerhalb der Gruppe von Tarik waren nachvollziehbar und die Charaktere sind entsprechend mit ihnen umgegangen. Ihre Entscheidungen konnte ich nachvollziehen und das machte sie in meinen Augen sehr sympathisch.

Die Handlung sorgte dafür, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Der dritte Band war rasant, actionreich und sehr spannend. Es gab viele unerwartete Wendungen, die dafür sorgten, dass dem Leser kaum Zeit dazu blieb, Luft zu holen. Vor allem die Geschehnisse von Junis fand ich sehr spannend. Sein innerer Konflikt sorgte dafür, dass er sein Handeln ständig in Frage stellte und somit auch sich selbst. Dass er am Ende nicht Jibril gefolgt ist, stellt seinen inneren Konflikt noch deutlicher hervor. Auf der anderen Seite fand ich die Reise von Tarik und seinen Freunden auch sehr gut dargestellt. Zusammen mit der Liebe zwischen ihm und Sabatea ist sie dem Autor sehr gut gelungen.

Das Ende ist lang und vor allem sehr spannend. Die meisten Fragen wurden beantwortet, obwohl ich mir gerne noch gewünscht hätte, wie sich die Beziehung zwischen Tarik und Junis entwickelt.
Der Abschied von den Protagonisten fiel mir schwer und ich hoffe, dass der Autor sich dazu verleitet, vielleicht doch einen weiteren Band zu dieser Geschichte zu schreiben.

Fazit

Ein toller Abschluss einer tollen Trilogie. Obwohl ich nichts Schlechtes sagen kann, kann ich dem Buch doch nicht ganze fünf Sterne gegeben. Das könnte daran liegen, dass Bücher mit fünf Sternen, noch besser sind, als dieses Buch. Nichtsdestotrotz bekommt es von mir 4,5/5 🌟. Ich kann diese Trilogie wirklich jedem ans Herz legen.

Hier könnt ihr euch das Buch näher ansehen: Die Sturmkönige – Glutsand

Viel Spaß beim Lesen eurer Bücher und bis zum nächsten Mal 😊

Instagram: buchwelt_23

„Tarik hatte die dunklen Flecken im Nebel nicht vergessen, die er vom Rand aus beobachtet hatte. Er war sicher, dass sie ihn beobachteten. Nur gerecht, dachte er. Er war in ihr Reich eingedrungen, nicht sie in das seine.“ S. 246

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