Rezension – Böses Kind von Martin Krist

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Titel: Böses Kind

Autor: Martin Krist

Seiten: 324

Verlag: epubli (Erscheinungsdatum 20. November 2017)

ISBN: 978-3745035292

Preis: EUR 9,99 (Taschenbuch), EUR 2,99 (Kindle Edition)

 

Klappentext:


JEDE LÜGE HAT IHREN PREIS. DIESE WIRD DICH TÖTEN.

 

Ein Mord mitten in der Hauptstadt. Das Opfer wurde erschlagen und gekreuzigt. Kriminalkommissar Henry Frei und sein Team ermitteln.

Suse, heillos mit ihren Kindern überfordert, seit ihr Mann sie verlassen hat, ist in Panik: Ihre Tochter Jacqueline ist verschwunden. Die alarmierte Polizei glaubt der Mutter kein Wort.

Wo ist Jacqueline? Wer zieht seine blutige Spur durch Berlin? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!

Der erste Fall für Kommissar Henry Frei.“

 

Schreibstil:

Der Schreibstil von Martin Krist ist sehr angenehm zu lesen. Er benutzt überwiegend kurze, klare Sätze und eine sehr moderne, leicht verständliche Sprache. Die einzelnen Kapitel sind angenehm kurz und da er aus verschiedenen Sichtweisen schreibt, kann man viele verschiedene Eindrücke gewinnen, was für die Story sehr vorteilhaft ist. Durch die Verwendung von alltäglichen Begriffen wie z. B. „WhatsApp“, „Minions“, „Foo Fighters“ oder „Doc Martens“, fühlt sich die Geschichte viel realer an, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, weil man so noch besser in die Geschichte eintauchen kann.

Auch der Spannungsaufbau war von der ersten Seite an da.

Cover:

Das Cover ist sehr düster und relativ schlicht gehalten. Anfangs dachte ich mir, dass es vielleicht zu schlicht ist, aber wenn man die Geschichte kennt, kann man sagen, dass es perfekt zum Inhalt der Geschichte passt.

Meinung:

Bevor ich euch meine Meinung sage, möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei dem Autor Martin Krist bedanken, dass ich dieses Buch noch vor der offiziellen Erscheinung lesen durfte! VIELEN DANK!!

Mitten in Berlin wird ein Mordopfer gefunden, während Jaquie, die Tochter von Suse Pirnatt spurlos verschwindet. Ist es die Leiche von Jaquie? Hat der Mord etwas mit ihrem Verschwinden zu tun? Die Zeit rennt…

Als erstes lernen wir Suse kennen.

Suse ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern und völlig überfordert. Da der Vater keinen Unterhalt zahlt, muss sie nebenbei noch arbeiten gehen, was sie – natürlich – zusätzlich stresst, da ihr Chef nicht gerade verständnisvoll ist. Als ihre Tochter Jaquie plötzlich verschwindet, denkt Suse zuerst nichts Schlimmes, da sie nicht das erste Mal verschwunden ist. Nach einer gewissen Zeit verständigt Suse dann doch die Polizei und gibt eine Vermisstenanzeige auf. Leider hinterlässt sie bei den Beamten nicht gerade ein gutes Bild von sich als Mutter, da Jaquie schon einige Zeit verschwunden ist, als Suse endlich die Anzeige aufgibt. Außerdem kann sie kaum eine Frage der Beamten beantworten, weder, wie der Freund ihrer Tochter heißt, noch ob irgendwelche privaten Gegenstände fehlen.

Das Bild der völlig überforderten Mutter hat der Autor hier sehr gut vermittelt. Suse ist starkt gereizt und neigt zu einem aggressiven Verhalten. Sie ruft andauernd ihre Mutter an, damit diese auf die Kinder aufpasst. Sie bekommt den Haushalt nicht auf die Reihe und auf der Arbeit hat sie auch nur Probleme.

Die zweite Hauptperson in „Böses Kind“ ist Kriminalhauptkommissar Henry Frei.

Da er selbst eine vierzehnjährige Tochter hat, kann er sich gut in Suse hineinversetzen und möchte alles dafür tun, dass Jaquie gefunden wird.

Henry Frei gefällt mir als Person wirklich sehr gut. Man hat ein paar Einblicke aus seinem Privatleben bekommen und ihn als geübten Kriminalhauptkommissar aber auch als fürsorglichen Vater und Kollegen kennengelernt.

Als dritte Erzählweise gibt es ein „Intermezzo“, wie Martin Krist es so schön genannt hat. In diesem Intermezzo bekommt man die Sichtweise eines Opfers vermittelt, was die Spannung in die Höhe treibt. Diese Sichtweise ist schonungslos brutal und nichts für schwache Gemüter.

Die Nebencharaktere, wie zum Beispiel Kommissarin Albers, die Partnerin von Henry Frei, fand ich auch sehr sympathisch und liebevoll gestaltet.

Durch diese abwechselnden Sichtweisen, wird die Geschichte nie langweilig. Die Spannung war von der ersten Seite an da und ich hatte immer das Bedürfnis weiterzulesen. Es gibt einige Opfer und grausame Momente in diesem Buch. Sehr gut finde ich, wie die Geschichte im Laufe des Buches zusammengeführt wird. Für mich persönlich könnte es zwar noch blutiger werden, aber das ist ja immer Geschmackssache. 🙂

Auch die Darstellung von Berlin ist dem Autor sehr gut gelungen. Selbst, wenn man noch nie in Berlin war, kann man es sich – Dank der anschaulichen Beschreibungen des Autors – sehr gut vorstellen.

Es gab einige Momente in diesem Buch, mit denen ich als Leserin überhaupt nicht gerechnet habe. Diese Überraschungsmomente gehören in einen guten Thriller und das hat Martin Krist hier wirklich toll gemacht!

Fazit:

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an mitgerissen und mich mehrfach sehr überrascht! Ich kann es jedem Thriller-Fan wärmstens empfehlen und freue mich jetzt schon auf den zweiten Fall von Henry Frei.

Fazit: 4,5 ♥ / 5 ♥

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Ein Kommentar zu „Rezension – Böses Kind von Martin Krist

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